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Was ist ein Seelenreading?

Bevor ich etwas über das Seelenreading nach meiner Definition schreibe, möchte ich etwas zu mir und meiner Art der Wahrnehmung sagen. Zu Beginn der Öffnung meiner Wahrnehmung auch in nicht-physische Bereiche hinein habe ich sehr konkret gesehen. Nicht-physische Welten waren für mich ebenso real erlebbar wie die physische Welt. Dann hat sich das innere Sehen/Hören/Fühlen in immer abstraktere Bereiche verlagert. Anstatt individualisiertes Leben zu sehen habe ich die Muster gesehen, die alles Leben miteinander bildet. Die konkrete Wahrnehmung war mir einige Jahre lang verschlossen. Ich habe konzentriert daran gearbeitet, Wahrnehmungsbrücken zu schlagen zwischen dem Abstrakten und Zeitlosen und der Ebene, wo es sich konkret ausdrückt: in unserem Leben jetzt und hier. Dadurch ist es mir möglich geworden, Readings zu geben, die einzigartig sind. 

Die Geschichten, die wir uns über uns selbst erzählen, sind alle nicht wahr. Es ist immer eine gefilterte Geschichte, die mehr auslässt als sie beinhaltet. Darum kann es sehr sinnvoll sein, sowohl den Filter zu betrachten als auch direkt an den Ursprung einer Erfahrung zu gehen und sie dort zu harmonisieren. Es ist eine meiner Gaben, das zu tun. 

Meine Seelenreadings gliedern sich in drei Bereiche

  • inkarnationsübergreifende Erfahrungen
  • Struktur der Persönlichkeit
  • die unterbewussten Aspekte der Psyche

Während eines Readings werde ich mit Informationen geflutet und nehme die heraus, die am prominentesten sind. Sollte ich mich einmal vertun und etwas sagen, was weniger dringlich ist, merke ich das schon in dem Moment, wo ich es ausspreche. Ich gehe dann weiter und was wirklich wichtig ist, steht mir so lange vor meinen inneren Augen, bis ich darauf eingehe. 

Der Löwenanteil der Heilarbeit geschieht während eines Readings im Hintergrund. Ich finde es aber wichtig, über einzelne Punkte zu sprechen, um auch die mentale Ebene mit einzubeziehen. 

Inkarnationsübergreifende Erfahrungen

Ein Seelenreading von mir ist eine allumfassende Betrachtung deiner selbst vom ersten Moment deiner Individualisierung bis zu einem möglichen Ende deiner Erfahrungen als Individuum. In linearer Zeit ausgedrückt kommen da also schnell ein paar tausend Jährchen zusammen. Aber natürlich ist es weder möglich noch sinnvoll, diese Informationsflut in eine Sitzung oder mehrere zu packen. Ich kann mich zu hundert Prozent darauf verlassen, dass mir die Dinge gezeigt werden, die aktuell am wichtigsten sind und gestärkt, vermindert oder verändert werden sollten.

Da sind zum Beispiel Erfahrungen, die sich ‚aufgehängt‘ haben. Nehmen wir an, du hast in einer Inkarnation einen so großen Verlust erlitten, dass du dich davon nicht erholen konntest. Vielleicht hast du sogar dein eigenes Leben weggeworfen, weil es dir unmöglich schien, jemals wieder Sinn und Freude in deinem Leben zu finden. In der Rückschau nach deinem physischen Tod wird dir klar, wie viele andere Möglichkeiten es noch gegeben hätte, um mit dem Verlust umzugehen. Du nimmst dir vor, diese Hürde zu meistern. Auf einer tieferen Ebene geht es zum Beispiel darum, das innere Wertesystem zu verfeinern oder einen Perspektivwechsel zu meistern. Vielleicht wirst du sogar dahin geführt zu erkennen, dass es keinen Verlust geben kann, ohne dass etwas Neues nachfließt.

Wenn du so weit bist, wählst du also wieder eine Inkarnation mit einer ähnlichen Herausforderung. Du erleidest wieder einen großen Verlust, nur hast du diesmal zusätzlich das ‚Echo‘ aus dem anderen Leben mit dem ähnlichen Verlust und der Verzweiflung im Gepäck. Die Hürde ist also größer und im ungünstigsten Fall kannst du die Erkenntnisse, die du dir zu gewinnen vorgenommen hast, nicht mit aus diesem Leben nehmen. Beim dritten Versuch steigt die Fallhöhe entsprechend oder du findest eine Möglichkeit, dir den Erkenntnisgewinn anders einzuteilen und kleinere Schritte zu machen. 

Was jetzt passieren kann und nach meiner Praxiserfahrung auch relativ oft passiert, ist, dass Zusammenhänge verloren gehen oder eben eine Erfahrung sich ‚aufhängt‘ wie eine hängende Schallplatte. Es ist dann, als ob man auf einer ganz tiefen Ebene vergessen hat, warum eine bestimmte Erfahrung gewählt wurde, und daher ist es auch sehr schwer, den Schlüssel zur Bewältigung zu finden. Oder eine Erfahrung wiederholt sich, weil das Feedback an die Höheren Aspekte (Erfahrung bewältigt!) nicht stattfindet.

Jetzt fragst du dich vielleicht: Brauche ich denn unbedingt ein Seelenreading, um in einem solchen Fall weitergehen zu können? Nein, du kannst das auch alleine, aber es kostet dich Kraft und Energie, die du vielleicht woanders besser investieren könntest. Man „braucht“ ja auch keine Massage und keinen Urlaub auf Ibiza, aber manchmal ist es schön, sich diese Dinge zu gönnen, um neue Ressourcen freizuschalten. Das gilt besonders, wenn du in einem bestimmten Bereich einen so hohen Leidensdruck hast, dass du deine ganze Kraft aufwendest, die Situation ‚auszuhalten‘ und dein Leben deshalb in anderen Bereichen stagniert. 

In den Readings mit mir werden die verlorenen Zusammenhänge und Erinnerungen wieder hergestellt, soweit in diesem Moment möglich. Dadurch bekommst du erstens mehr Klarheit und zweitens wird dir die Last von Erfahrungen, die für dich gar keine Relevanz mehr haben, von den Schultern genommen. 

Dabei kommt mir entgegen, dass ich Erfahrungen als Fäden sehe, die ein Gewebe bilden. Sind diese Fäden gerissen, kann ich sie entweder verbinden oder die losen Enden herausziehen. Sind sie zu dünn oder zu dick, kann ich den Durchmesser verändern. Ein Beispiel für einen zu dicken Faden ist eine Beziehung, in der eine Qualität so dominant ist, dass die anderen Bereiche zu kurz kommen. Ein zu dünner Faden bringt Vermissen mit sich – Ungelebtes wird als schmerzhafte Leerstelle empfunden. Hat ein Faden seinen Farbe verloren, wird auch der entsprechende Lebensbereich blass. Fehlt die Musik, nach der jeder Faden schwingt, ist es kaum möglich, die entsprechende physische Erfahrung zu machen. Mit der Rückkehr von Farbe und Klang kehren auch die Erfahrungen zurück. 

Ich nehme die Veränderungen natürlich nicht nach eigenem Gusto vor, sondern empfinde mich eher als ein Instrument, das verlorene Harmonie wieder herstellt und Freude bringt. Dieses Instrument so fein zu stimmen, wie es jetzt ist, hat viele Inkarnationen und auch in diesem Leben viele Jahre gedauert.

Struktur der Persönlichkeit

Die Persönlichkeit bietet der Seele Entwicklungsmöglichkeiten. Talente müssen zum Beispiel mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen gekoppelt sein, um zur Entfaltung zu kommen. Die Seele kann auch Aspekte von sich unterdrücken oder schlummern lassen, um gezielt Bereiche von sich zu entwickeln. 

Die Beziehung der Seele zu ihrer Persönlichkeit ist keine Einbahnstraße. Die Seele drückt sich über die Persönlichkeit aus und bekommt darüber Feedback. Es gab zum Beispiel einen Bereich in meinem Leben, bei dem ich gemerkt habe, dass mir mehr Geduld wirklich helfen würde. Doch so sehr ich mich auch bemüht habe, die Geduld hat sich nicht eingestellt. Und dann kam der Tag, als ich mich mit einer Freundin und Kollegin, die so ähnlich arbeitet wie ich, hingesetzt habe und das Thema beleuchtet. Dabei haben wir gemerkt, dass es möglich ist, eine Persönlichkeit neu zu justieren. Das funktioniert natürlich nur, wenn die Seele damit einverstanden ist und wenn man bereit ist, vollkommen ergebnisoffen zu wirken. Eine Veränderung zu erzwingen wäre eine dumme Idee, die Komplikationen nach sich zieht. 

Eine mit der angemessenen Demut formulierte Bitte um etwas mehr Geduld, mehr Fokus, mehr Klarheit oder auch mehr Lebensfreude wird in der Regel jedoch erfüllt. Bei mir hat es wunderbar geklappt mit der Geduld. Der sehr ungeduldige Bereich hat sich mir in einem sehr blaustichigen, starken Rot gezeigt und nachdem das Rot in einen helleren Ton mit höherem Gelbanteil gewechselt hatte, konnte ich die Veränderung sofort fühlen. Ich hatte in dem gewünschten Bereich ab dem Moment wesentlich mehr Geduld und habe sie auch nicht mehr verloren. Später habe ich gemerkt, dass ich diese Veränderung auch mit meinen Klienten zusammen vornehmen kann. 

Manchmal wäre es voreilig oder fehl am Platze, eine Persönlichkeit durch die Veränderung auf der Ebene von Farbe und Klang innerhalb von einem Moment frisch einzustimmen. Dann kann die gewünschte Veränderung nur durch bewusste kleine Schritte im Alltag bewirkt werden. Ich kann dann nur Empfehlungen für diese Schritte aussprechen. Dieser langsame Weg hat durchaus Vorteile, weil dir das Gelernte niemals mehr genommen werden kann. Abkürzungen werden immer nur dann angeboten, wenn trotzdem sichergestellt ist, dass dir kein Entwicklungsschritt fehlt.

Dann gibt es noch die Fälle, wo sich die Persönlichkeit nicht so entfalten konnte wie erhofft. Manchmal war der Weg ins Leben einfach komplizierter als vorausgesehen oder die Unterstützung zur Entfaltung hat gefehlt. Das kann sich so anfühlen wie eine ständige Sehnsucht nach sich selbst. Hier kann ein Reading helfen, wieder einen Ausgleich zu schaffen und neuen Mut für einen freien Selbstausdruck zu geben. 

Am leichtesten ist die Veränderung für Menschen, die es schaffen, sich selbst frei und ohne Scham zu begegnen. Wer sich selbst heimlich dafür schämt und verurteilt, in der Eigenwahrnehmung zu sparsam oder pingelig oder zu unfreundlich zu sein, wird es immer etwas schwerer haben, eine dauerhafte Veränderung einzuleiten. Vielleicht steckt hinter der Pingeligkeit zum Beispiel eine Erfahrungsebene, bei der es mal sehr wichtig war, extrem kleinteilig und genau zu arbeiten, um etwas zu erschaffen oder zu erhalten. Jetzt kann es sein, dass dieses Vorgehen eine Eigendynamik entwickelt hat und auch dort zum Einsatz kommt, wo es gar keinen Sinn macht. Auch Schroffheit kann aus einer anderen Perspektive gesehen ganz anders aussehen als in der Begegnung von Mensch zu Mensch. Große Sparsamkeit heißt nicht automatisch Mangelbewusstsein, auch wenn es wahrscheinlich ist, dass sich irgendwann ein Mangelbewusstsein aufpfropft, wenn wir an einem Punkt unserer Entwicklung mal gezwungen waren, unsere Ressourcen sehr knapp einzuteilen. 

Mir sind schon viele Menschen begegnet, die sich ihrer Ängste und scheinbaren Unzulänglichkeiten schämen. Ausgerechnet in der spirituellen ‚Szene‘ – was immer das ist – schämen sich Menschen, wenn sie denken, sie müssten doch ‚weiter‘ sein. Nun, erstens ist persönliche Entwicklung kein Wettbewerb. Jede/r geht diesen Weg für sich alleine und am Ende geht es nur darum, dass du dich mit dir und in dir selbst wohl fühlst. 

Zweitens ist das größte Missverständnis von allen, dass es einen Zielpunkt gibt. Es gibt kein Ziel. Es gibt nur die Reise. Und auf dieser Reise ist jeder Abschnitt gleich wertvoll. Wir setzen uns nur Ziele, weil uns das ein Gefühl von Struktur gibt. Unter der eigenen Zielsetzung zu leiden kann man machen, aber warum?   

Die unterbewussten Aspekte der Psyche

Für diesen Teil des Readings ist es sehr hilfreich, wenn der Mensch, mit dem ich gerade arbeite, mir ein bisschen von sich erzählt. Grundsätzlich muss ich nichts wissen für ein Reading, weil der Dialog auch auf wortlosen Ebenen stattfindet. Ich finde es jedoch wichtig, dass mein Gegenüber sich als aktiv gestaltender Mensch erlebt und empfindet. Um das Unterbewusste ins Bewusste zu holen, ist ein Gespräch sehr wirkungsvoll.   

Im Unterbewusstsein zeigen sich mir verinnerlichte Glaubens- und Denkmuster sowie emotionale Muster. Ich sehe dominante familiäre Einflüsse, die unter Umständen das eigene Erleben komplett verfärben. Auch Glaubensmuster aus dem Kollektiv ‚Das macht man so und so…‘ werden hier sichtbar.  

Im Unterbewusstein begegnen wir der ‚Inneren Familie‘ aus Innerem Kind, Weiser Frau, Innerem Versorger und Versorgerin sowie Innerem Krieger. Dazu kommen unter Umständen noch die Wilde Frau, der Abenteurer, die Hohepriesterin und das Innere Baby. 

Inneres Kind und Inneres Baby sind übrigens nicht identisch mit uns selbst als Baby bzw. Kind, aber unsere eigenen Erfahrungen setzen sich wie ein Filter auf diese inneren Instanzen. Ist die innere Familie gesund und agiert harmonisch miteinander, zeigt sich das in einem sehr inspirierten und konfliktarmen Leben. Jede Instanz gibt ihre Impulse für Wachstum und Entwicklung und weil diese Impulse sowohl gehört als auch umgesetzt werden, ist es nicht nötig, Krisen und Konflikte als Katalysatoren zu bemühen.

Das ‚Innere Kind‘ spielt eine ebenso zentrale Rolle wie das ‚Innere Baby‘. Viele Menschen leben jedoch unbewusst besonders ihre Beziehungen fast ausschließlich über das Innere Kind aus. Das hat zwei Konsequenzen: Das Kind ist komplett überlastet und kommt gar nicht dazu, seine Kernkompetenz des spielerischen Schöpfens und der grenzenlosen Inspiration auszuspielen. Der Mensch hört auf zu staunen und zu träumen oder er träumt sich weg, setzt aber nichts um. 

Zweitens bleibt die Persönlichkeitsentwicklung mehr oder weniger stehen. Auch das kann zu Erfahrungsschleifen führen und zu innerer Unzufriedenheit. 

In einem Reading kann ich Wachstums- und Harmonisierungsimpulse für die innere Familie geben. Ein möglicher Effekt davon ist, dass das Gefühl zurückgeht, ein Opfer der Umstände zu sein. Stattdessen wächst das Gefühl von Eigenmacht und emotionaler Stabilität. 

Fazit:

Ein Reading ist eine Möglichkeit, dich selbst gut auf deinem Lebensweg zu begleiten. Ich kann dir nicht anbieten dir zu sagen, was du gerne hören willst. Ich mache auch keine Prophezeiungen, sondern zeige höchstens Tendenzen auf.

Meine Seelenreadings erinnern dich daran, dass du ein unbegrenztes und über alles geliebtes schöpferisches Wesen bist. Meine Spezialität ist emotionale Heilung, was nichts anderes ist als die Erinnerung daran, dass du schon ganz und heil bist. 

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