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Lebenskrisen

Mein eigenes Leben war nicht gerade arm an Krisen, einige davon selbst fabriziert, andere haben mich aus dem Blauen heraus hart getroffen und für lange Zeit aus der Bahn geworfen.

Ich bin sicher, dass ich mir vieles erspart hätte, wenn ich mir zum jeweiligen Zeitpunkt Rat und Hilfe gesucht hätte. In den 80ern bis in die 90er hinein war es noch nicht so üblich wie heute, sich aus seinen Tälern auch wieder hinaus begleiten zu lassen. Darüber hinaus hegte ich lange Zeit ohnehin die stille Überzeugung, alles alleine schaffen zu müssen.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, depressiv zu sein oder in den Fängen einer Sucht zu zappeln. Ich weiß, wie herzzerreißend der Tod eines geliebten Menschen sein kann und wie es ist, ein ungeborenes Kind zu verlieren.

Heute bin ich auch für meine schweren Erfahrungen sehr dankbar, denn sie haben mich letzten Endes zur Beschäftigung mit mir selbst und zu einem Leben motiviert, das ich ohne diese Krisen nicht in Betracht gezogen hätte. Dazwischen lag eine breite Palette an Hilfsangeboten, die ich irgendwann dann doch angenommen habe, als ich gar nicht mehr anders konnte.

Die Begleitung, die ich heute anbiete, fußt also nicht nur auf meiner langjährigen Coachingerfahrung und meinen medialen Fähigkeiten, sondern auch auf jeder Menge Erfahrungen, die ich im Laufe der Jahre so gut integrieren konnte, dass sie mich heute tragen, anstatt mich hinunter zu ziehen.

Trennung

Trennungen sind unvermeidlich. Nicht jede Trennung führt zur Krise, im Gegenteil, oft werden sie auch als gesund, natürlich und für das eigene Leben förderlich empfunden. Freundschaften oder Ehen können enden, Beziehungen auslaufen. Kinder verlassen das Elternhaus und trennen sich zumindest räumlich.

Die Krise entsteht zum Beispiel dann, wenn die Trennung eine Wunde schlägt, die nicht zu verheilen scheint. Eines kann ich hier schon sagen: Die Trennung in einer Partnerschaft kommt beiden zugute, auch wenn sie beiden schwer fällt oder eine/r der Beteiligten diese Trennung überhaupt nicht will. Es braucht Zeit, Geduld mit sich selbst (nicht Selbstmitleid) und manchmal kompetente Begleitung, um das Geschenk zu erkennen, das in der Situation steckt.

Trennungsschmerz kann dadurch verstärkt werden, dass es sich um eine Wiederholung handelt – etwas, das genau so oder so ähnlich schon häufiger passiert ist, unter Umständen über mehrere Leben hinweg mit dem selben Menschen. Hier besteht die Möglichkeit, nach dem Urpunkt zu schauen und neue Weichen zu stellen.

Tod

Ich habe selbst Menschen und Haustiere verloren – mal plötzlich, mal langsam und schleichend. Auch bei meiner Hospizarbeit und meiner Begleitung für todkranke Menschen ist mir diese ganz besondere Verlusterfahrung begegnet. Der Tod ist jedes Mal anders und es kann einen – wenn man selbst betroffen ist – in unglaublich kalte und dunkle Ecken schleudern. Was mir am meisten geholfen hat, als ich selbst zum ersten Mal in so einer Ecke war, war das geduldige Zuhören einer Freundin. Erst viele Jahre später habe ich noch Traumaarbeit gemacht, weil mir irgendwann bewusst wurde, dass ein Teil von mir einfach mitgestorben war und ich diesen Teil von mir vermisste.

Ich habe eine sehr klare Erinnerung an Tode, die ich selbst in anderen Leben gestorben bin und habe in meiner früheren Coachingarbeit gelegentlich zwischen Klienten und ihren verstorbenen Angehörigen vermittelt. Mit meiner Erfahrung kann ich zwar nicht den Schmerz nehmen, aber ich kann helfen, den Verlust zu integrieren. Nicht selten ist dieser Verlust auch von Gewinn begleitet, wenn zum Beispiel eine lange Pflege endet, und einige Menschen haben Schwierigkeiten damit, den Gewinn auch anzunehmen.

Sucht

Es gibt Sucht in vielen Formen und Ausprägungen, doch unter dem Strich fehlt der/dem Süchtigen ein gutes Stück innere Macht und innere Freiheit, weil beides an etwas im Außen abgegeben wurde. Das können Zigaretten sein oder Handy, Alkohol oder Tabletten, Fernsehen oder Arbeit…

Bei schweren Formen der Abhängigkeit von Substanzen kann ich nicht helfen. In jedem Fall ist es wichtig, vor der ersten Sitzung zu klären, ob eine Zusammenarbeit Sinn macht oder nicht. Es wäre kontraproduktiv, wenn es dir hinterher schlechter geht als vorher, aber das lässt sich durch ein ehrliches Vorgespräch leicht vermeiden.

Sucht bedeutet, dass du dich von dir abwendest und/oder Aspekte von dir unter allen Umständen deckeln willst. Du suchst Abstand von Emotionen und Bedürfnissen, mit denen du nicht umgehen kannst oder willst. Sicher ist es möglich, eine Sucht durch konsequenten Entzug zu überwinden und nicht jede/r stellt sich die Frage nach dem wieso und warum. Nach meiner Erfahrung verschieben sich ungelöste Probleme, die zu Suchtverhalten geführt haben, meistens auf eine andere Spielwiese.

Mein Angebot zum Thema ‚Sucht‘ ist begleitend. Ich kann und will weder ein ärztliches oder psychotherapeutisches Angebot ersetzen. Neben der Ursachenforschung kann ich helfen, ein beschädigtes Energiesystem zu klären und neu aufzubauen. Dies funktioniert jedoch nicht, wenn zum Beispiel noch Substanzen eingenommen werden – das würde im Gegenteil die Situation verschlimmern.

Jeder Süchtige schämt sich und verliert dadurch weiter an Kraft. Ich selbst bin auch nach Jahrzehnten des Cleanseins immer noch stolz darauf, mich von meinen Süchten befreit zu haben. Ich habe den Antrieb gefunden, für mich selbst einzutreten und etwas für mich zu tun anstatt weiter gegen mich zu arbeiten. Meine Erfahrungen aus diesem Prozess gebe ich gerne weiter.

 

Depression

Depressionen können sehr unterschiedlich begründet sein, deswegen ist es wichtig, im Einzelfall zu überlegen, ob wir zusammen arbeiten können und sollten. Manchmal hilft eine energetische Klärung der feinstofflichen Körper zusammen mit der Umstellung einiger Lebensgewohnheiten, damit es wieder hell wird. Manchmal sind Menschen sich selbst nicht bewusst darüber, wo und wie sie sich für Depressionen anfällig machen.

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit Depression, ihrer Analyse und ihrer Überwindung nehme ich diesen Punkt gerne mit in mein Begleitungsangebot. Solltest du Psychopharmaka einnehmen, muss ich das unbedingt vorher wissen. Im großen und ganzen solltest du dich noch in der Lage fühlen, mit Veränderungen eigenverantwortlich umzugehen. Wie schon beim Thema ‚Sucht‘ kann ich weder ärztliche noch psychotherapeutische Hilfe ersetzen.

Manchmal sind Depressionen auch an Selbstmordgedanken geknüpft. Bei mir waren es Monate, in denen ich täglich dachte, dass es leichter wäre zu sterben als weiter zu leben. Dieser Gedanke ist wie ein Sirenengesang, sozusagen ein Werbejingle für das Reich derer, die wir als tot betrachten. Dieser Werbejingle lügt, das kann ich dir versichern. Es ist leichter, emotionale Probleme zu lösen, wenn die physische Ebene dabei hilft, zu erleben und Feedback zu bekommen. Ohne physischen Körper und ohne Zeitgefühl, wie wir es kennen, ist der emotionale Druck höher und gleichzeitig schwerer zu wandeln.

Ich hatte mehrere depressive Phasen und irgendwann konnte ich spüren, wenn es wieder dunkel wird. Dann ist es wichtig, sofort etwas zu tun – sich an frischer Luft zu bewegen, Sport zu machen, mit Menschen zu reden – bevor die bleierne Decke sich senkt und gar nichts mehr geht.

Bei den Depressionen, mit denen ich bisher vorrangig zu tun hatte, handelte es sich um Reifekrisen. Es gab eine Veränderung, die so lange nicht vollzogen wurde, bis der Veränderungsdruck in das Gegenteil umschlug – die totale Lähmung. Hier besteht die vorrangige Aufgabe darin, wacher für sich selbst zu werden und herauszufinden, welcher Aspekt Veränderungen so sehr misstraut und warum. Niemand blockiert sich selbst ohne Grund. Oft sind es sogar mehrere Gründe, die sich verknüpft haben und wieder vorsichtig auseinander gezupft werden wollen.